Integrale Lebenspraxis: Wachstum und Balance auf allen Ebenen

Kennst Du das auch? Du bist permanent am Rotieren, im Dauerstress, von einem Termin zum anderen, einem Meeting zum anderen, alle und jeder will etwas von Dir. Wenn Du Dich dauerhaft aus diesem Karussell befreien willst, könnte die integrale Lebenspraxis genau das Richtige für Dich sein. Die Integrale Lebenspraxis, kurz ILP, ist ein Baustein der integralen Theorie. Diese wurde vor allem von Ken Wilber (ein noch lebender Philosoph) entwickelt.
Die Integrale Lebenspraxis verhilft Dir zu körperlicher Gesundheit, emotionaler Balance, geistige Klarheit, spirituelles Erwachen. Für mehr Lebensfreude, Balance und Wachstum auf allen Ebenen. (deine Seele, dein Körper, deine Beziehungen, deine Arbeit…etc.).
Integrale Lebenspraxis bedeutet ein Leben der bewussten Evolution in allen Bereichen Deines Seins.
Eine integrale Lebenspraxis beruht auf den vier „Grundsäulen/Modulen“:

• Schatten
• Körper
• Verstand
• Spirit/GEIST

Wenn Du jedem dieser Bereiche in Deinem Leben etwas Aufmerksamkeit schenkst, schaffst Du es leichter, in Balance zu kommen bzw. zu bleiben. Es ist ein cooles Konzept! Vielleicht ist es ja auch für Dich sinnvoll, sich einmal damit zu beschäftigen und dies ganz konkret in der Praxis auszuprobieren.
Bei der ILP wird großgeschrieben, dass Du Deine individualisierte Praxis findest. Diese kannst Du sehr flexibel und genau abgestimmt nach Deinen Werten, Bedürfnissen, Wünschen und Ressourcen praktizieren.
Nachfolgend gebe ich Dir einen kurzen Überblick der 4 Module, die Dir beschreiben, um was es dabei grundsätzlich geht:

1. Körper: Sorge gut für Dein Körperhaus, deinem Tempel.

Wie Du schon ahnst, geht es bei diesem Modul Deiner ILP um Deinen Körper, Dein „Fleischklöpschen“. Es geht darum, ihn gesund zu erhalten, z.B. durch gesunde Ernährung, Bewegung und Dehnung, frische Luft, sauberes Wasser, Massagen, erfüllende Sexualität und Vieles mehr.
Und wie Du schon an den aufgezählten Beispielen merkst: es gibt nicht den einen richtigen Weg, sondern Deinen Weg. Für Henri ist es das Tanzen, für Charlotte Nordic Walking. Antonia mag vegane Ernährung und Tantra. Wichtig ist einfach, dass Du irgendetwas Gutes für Deinen Körper tust, damit Du gerne in ihm wohnst und Dich in ihm wohlfühlst.

2. Verstand bzw. Geist: Erwecke die Potenziale in Dir wach!

Zum Abschalten nach der Arbeit auf die Couch und den Fernseher an? Die Gespräche bei einem Treffen mit dem Familien-/Freundeskreis sind auch immer die Gleichen? Das macht doch nicht wirklich Spaß, findest Du nicht auch? Langeweile macht sich breit!
Zu einem glücklichen, ausbalancierten Leben gehört es auch, Deinem Geist gutes Futter und Inspiration zu geben. Deine Gehirnzellen bzw. Du könntest sonst versucht sein einzuschlafen und ewig das Gleiche zu erleben a la „Täglich grüßt das Murmeltier „(übrigens einer meiner Lieblingsfilme, der so wunderschön zeigt, dass sich nur dann etwas verändern kann, wenn wir uns bzw. etwas verändern oder auch an uns arbeiten).
Wenn Dein Geist jedoch etwas gefordert wird, wirkt sich das längerfristig entspannend auf Dein gesamtes System aus. Und auch hier kannst du aus einem riesigen Portfolio wählen:
Max mag es, regelmäßig gute Filme oder Dokumentationen zu schauen, um sich anschließend mit Tom, seinem Freund, angeregt darüber auszutauschen. Marlis lernt eine neue Sprache. Ellen liest regelmäßig gute Bücher zu verschieden Themen, die sie interessieren. Allen gemeinsam ist, dass sie sich kontinuierlich entwickeln und ihren Verstand aktiv nutzen, anstatt ihn nur mit Konsumieren zu langweilen.

3. GEIST bzw. Spirit: Verweile in der Stille und lass Deinen GEIST ruhig werden

Du hast sicher schon davon gehört, dass es sich entspannend auswirkt, regelmäßig zu meditieren bzw. in die Stille zu gehen. Außerdem fördert es dein Konzentrationsvermögen und macht dich nachgewiesen glücklicher und gesünder.
In der Stille innezuhalten, sich mit dem Inneren, der Essenz, zu verbinden – bzw. es zu versuchen-, kann heilend auf allen Ebenen sein und zutiefst zufriedenstellend. Meditation ist auch hier nur ein möglicher Weg. Achtsamkeit praktizieren, Body Scan oder Mantra-Singen sind weitere Möglichkeiten.
Regelmäßiges Praktizieren des GEISTmoduls unterstützt dich beim spirituellen Erwachen.

4. Schatten: den Schatten integrieren und den Schatz darin heben: Wer bin Ich?

Was würde geschehen, wenn wir alle, bevor wir jemanden verurteilen, innehielten und uns fragten: Was hat dies mit mir zu tun?
Iris regt sich immer wieder über ihre Schwiegermutter auf. Diese will ständig alles wissen, sie ist neugierig und weiß permanent alles besser.
Die Schwiegermutter ist Iris’ Spiegel: mit Hilfe von Schattenarbeit erkennt Iris, dass auch sie alle diese Aspekte, eventuell abgewandelt und in anderen Bereichen ihres Lebens, in sich trägt. Dadurch kann sie ihre Schwiegermutter nun besser verstehen und nachvollziehen, warum diese so ist, wie sie ist. Sie muss sich nicht jedes Mal mehr aufregen. Iris hat nun die große Chance, diese Eigenschaften, die sie nicht (an sich/ihrer Schwiegermutter) mag, zu bearbeiten oder sie anzunehmen. Sie ist mehr im Frieden und das tut ihr besser, als sich wiederholt neu aufzuregen.
Schatten ist der Teil, den wir von uns abgespalten haben und ins Unterbewusstsein gedrängt haben. Der Begriff geht auf C.G.Jung (= Begründer der analytischen Psychologie) zurück.
Schatten ist das, was wir vor uns selbst verleugnen oder verbergen. Das sind Aspekte unserer inneren Welt, die wir nicht sehen können oder wollen.

Schatten = das unterdrückte Unbewusste, weil wir es aus unserer Wahrnehmung verdrängt haben

z.B.: uns bringt die Unehrlichkeit eines anderen zur Weißglut … dann könnten wir uns fragen:

  • Wo erzähle ich selbst manchmal Geschichten anders (bewusst oder unbewusst)? Vielleicht um die Geschichte oder mich interessanter zu machen?
  • Wo bin ich nicht ehrlich zu mir selbst (aus Eigenschutz)?
  • Wo stelle ich mich toller und besser da, als ich bin?

Den Schatten zu integrieren (durch Schattenarbeit) hilft uns, psychisch gesünder und innerlich klarer zu werden.

Salopp kann man sagen: alles, was mich aufregt, hat mit mir zu tun. Wir benutzen die anderen als Projektionsfläche unseres eigenen Unterbewusstseins. Die Welt ist ein Spiegel.